YouTube vernetzt die Welt mit 28 Sprachen

August 31st, 2010

blogUm heutezutage seine eigenen Musikvideos zu produzieren und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, muss man kein Weltstar sein. Immer mehr Hobbysinger stellen ihre Videos auf dem Videoportal Youtube online und so wurde sogar schon manches Talent endeckt, wie zuletzt z.B. die phillipinische Sängerin Charice Pempengco, die durch YouTube schlagartig an Popularität gewann, und nun mit internationalen Stargrößen gemeinsam auf der Bühne steht. Wie kürzlich bekannt wurde, wird das Videoportal jetzt multilingual, und ist nun auch auf kroatisch, serbisch, slowakisch und philippinisch verfügbar und zählt somit 28 Sprachversionen. Zudem ermöglicht der YouTube-Skript-Übersetzer das Umherschalten zwischen 50 Untertiteln. Zwölf weitere lokalisierte Versionen sind bis zum Ende des Jahres geplant. Die Lokalisierung hat unter anderem den Vorteil, dass ein gewisser YouTube Inhalt, der gegen das Gesetz in dem entsprechenden Land verstößt, blockiert werden kann. Besonders ansprechend sind diese Optionen für Record Labels, die ihre Musikvideos nur in den Ländern zugänglich machen, wo z.B. die Anzeigepreise hoch sind. Mit seinem großen Sprachangebot möchte YouTube, dass sich möglichst viele Menschen auf der Plattform „zu Hause“ fühlen und die große Bibliothek von Videos leichter zugänglich machen. “Die Herausforderung ist, dass unsere Seite mehr als eine Viertel Mio. Worte besitzt. Diese vielen Worte zu übersetzen, beansprucht eine Menge Zeit. YouTube hat immer schon ein größeres Kulturverständnis gepflegt und schätzt, wie vernetzt die Welt ist. Immer wenn wir eine neue Sprache ausrollen, öffnen wir die Plattform für noch mehr Menschen,” so YouTube Produktmanager Brian Truan.

(Quelle: http://www.pressetext.at/news/100827001/28-sprachen-youtube-wird-multilingual)

Sind Kunstsprachen die neue Zukunft?

August 23rd, 2010

Auf der ganavinzen Welt beschäftigen sich zahlreiche Kinofans mit Kunstsprachen. Nicht nur Außerirdische, Elfen und andere Fantasiefiguren im Film sprechen sogennante Plansprachen, sondern auch Menschen aus Fleisch und Blut. Klingonisch aus “Star Trek” hat bereits zahlreiche Anhänger und auch Na´vi, die Sprache der Lebewesen aus Pandora des Films „Avatar“ findet großen Anklang. So trafen sich erst kürzlich Plansprachler aus aller Herren Länder zu einer Konferenz der deutschen Ido- Gesellschaft in Tübingen. Tagelang wurde dort nur Ido, eine Weiterentwicklung der bekanntesten Kunstsprache Espernanto, gesprochen. Laut dem Vorsitzenden der Gesellschaft für Interlinguistik Detlev Blanke liege die Stärke einer Plansprache in ihrer relativen Neutralität. Sie ist zudem einfach zu lernen aufgrund von wenig Grammatik und dem Aufbau auf die weit verbreiteten romanischen Sprachen. Don Gasper aus Hongkong, der Esperanto, Ido und Interlingua fließend spricht, sieht schon die große Stunde der Plansprache kommen, falls China eine Alternative zu Englisch als Weltsprache suchen sollte. Viele Kritiker stehen dem aber eher skeptisch gegenüber, da ein Land allein nicht einfach eine Plansprache für seinen Außenhandel durchsetzen kann. Es bleibt abzuwarten, ob sich letztlich eine Plansprache durchsetzten wird; oder in Ido gesagt „ni vartos“.

(Quelle: http://www.focus.de/kultur/diverses/sprache-nicht-nur-kinofans-lernen-kunstsprachen_aid_541520.html)

Wales kontra England

August 17th, 2010

“Na, wie gefällts dir denn so in England?”, schrieb mir letztens ein Bekannter im Chat. „Aber nein“, korrigierte ich ihn, „ich bin doch nicht in England, sondern in Wales“. „Das ist doch dasselbe “, antwortete er. Nein, es ist nicht dasselbe. Wenn ich eins in den vier Wochen, in denen ich jetzt schon hier bin, gelernt habe, dann sicherlich das. Wales ist nicht England und England ist nicht Wales. Sowohl England als auch Wales gehören zwar zu Großbritannien, aber bitte machen Sie nie den Fehler, die beiden Länder gleichzusetzen. Die Waliser mögen es nämlich gar nicht, mit ihren englischen Nachbarn verglichen zu werden. Als ich letzte Woche einen Brief von meinen Eltern erhielt, auf dem mit großen Buchstaben England im Adressfeld stand, wies mich meine Gastmutter dezent darauf hin, dass wir uns doch hier nicht in England befinden würden, sondern in Wales. Dies sollte ich dann auch schleunigst meinen Eltern mitteilen, damit so ein schwerwiegender Fehler nie wieder passiert.
Doch woher kommt diese Abgrenzung gegenüber England? Nun, sicherlich ist sie geschichtlich verankert, da Wales eine lange Zeit von England beherrscht wurde. Zudem besitzt Wales natürlich auch eine eigene Kultur sowie eine eigene Sprache, die den ganzen walisischen Stolz darstellt. Sticheleien zwischen den Engländern und Walisern sind in allen Gesellschaftsbereichen zu finden. Doch vor allem im Sport kann man die Rivalität zwischen den beiden Ländern immer noch am besten zu spüren bekommen, Beispiel Fußball. Wundern Sie sich nicht, wenn die Besucher eines Pubs in Wales in wahre Jubelgesänge ausbrechen, wenn ein Tor gegen England erzielt wird. Mein Gastvater erklärte mir dazu nämlich schelmisch, dass die Waliser immer zwei Mannschaften unterstützen: Zum einen natürlich ihr eigenes Team und zum anderen immer die Mannschaft, die gegen England spielt. Dem ist dann wohl nichts mehr hinzuzufügen.

Deutsch als Hürde

August 6th, 2010

deutscheSpracheLaut des Berliner Politologen Peter Grottian locken selbst Prämien kaum noch ausländische Wissenschaftler und qualifizierte Fachkräfte nach Deutschland. Immer noch gilt die deutsche Sprache als zu schwierig und exotisch und die bürokratischen Hürden der Ämter als abschreckend. So auch Rui Zhao (26), eine Ingenieurin aus Shanghai „Deutschland? Die Sprache ist doch viel zu schwierig, ich würde mich sicherlich einsam dort fühlen.“ Zudem ist Deutsch ja auch keine Weltsprache und diejenigen, die planen auszuwandern, zieht es meist eher in den englisch-sprachigen Raum bei dem sie ihre bereits erlernte Sprache und Qualifikation bestmöglich einbringen können. Leider spielt oft auch Deutschlands Vergangenheit bei der mäßigen Anziehung von ausländischen Qualifizierten eine Rolle. Obwohl sich schon einiges getan hat und andere Länder von den selben Problemen der Ausländerfeindlichkeit geplagt werden, wird Deutschland dies immer wieder angekreidet. Deutschland sei in vielen Augen demnach nur mäßig attraktiv obwohl ein Bedarf an ausländischen Fachkräften definitiv besteht, was den Druck  sich gegen andere Länder bei dem Werben um Qualifizierte durchzusetzen nur noch steigert. Insgesamt jedoch sind viele deutsche Großstädte bereits einen wichtigen Schritt in Richtung Internationalität gegangen und Deutschlands Ruf befindet sich im stetigen Wandel.

(Quelle: http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/suche-nach-fachkraeften-deutsch-als-nachteil;2629793)

Die Bahn spricht wieder deutsch

August 2nd, 2010

Jeder, der schon mal mit der Bahn gereist ist, musste sich sicherlich schon, ob mit Freude oder Unverständnis, mit englischsprachigen Begriffen auseinandersetzen. Man kauft seine „Tickets“ am „Counter“, beim Warten gesellt man sich in die „DB Lounge“ und bei etwaigen Fragen wird einem beim „Service Point“ weitergeholfen.
Doch damit ist jetzt Schluss.
In einem Brief des Bahn-Chefs Ruediger Grube an den CSU-Bundestagsabgeordneten Ernst Hinsken hieß es, die Bahn wolle zukünftig auf englischsprachige Ausdrücke bei ihren Angeboten verzichten. So werden aus „Flyer“ Handzettel, aus „Hotlines“ Servicenummern und die Fahrkarten werden nun nicht mehr am „Counter“ sondern am Schalter gekauft.
Auslösser für diese Entscheidung war eine Kurzparkzone am Bahnhof im bayerischen Straubing. Die Bahn bezeichnete diese Zone mit dem nach eigenen Angaben „international gängigem“ Begriff „Kiss & Ride“. Dies hatte zu Verwirrung unter den Bürgern und vor allem zu Verärgerung bei Hinsken geführt, der für die Einrichtung einer Kurzzeit-Parkzone plädiert hatte. Daraufhin wandte sich Hinsken an den Bahnchef.
Bereits eingebürgerte Begriffe aus der englischen Sprache sollen allerdings erhalten bleiben. Darunter fielen z. B. die Bahncard oder der Intercity. Nur bei der Bezeichnung „Call a bike“ ist man sich noch nicht so ganz sicher. Sie soll zunächst mit der Erläuterung „Das Mietrad Angebot der deutschen Bahn“ ergänzt werden.
Jeder, der der englischen Sprache nicht ganz mächtig ist, braucht also demnächst nicht mehr mit verwirrenden englischsprachigen Begriffen ringen. Bleibt nur zu hoffen, dass die Bahn ihre Entscheidung nicht wieder ändert.